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Frauenklöster, Studienhäuser und weltliche Bedienstete

Im Klosterleben Altenbergs vollzog sich seit dem 13. Jh. eine weitere Wandlung ananlog der Entwicklung im gesamten Zisterzienserorden. Die in den Ordensstatuten nicht vorgesehene Betreuung von Frauenklöstern nahm einen Teil der Mönche in Anspruch. Hier nahm der Altenberger Abt die Wahl der Oberin sowie die Einkleidung und Profeß der Nonnen vor, er hatte Visitationen durchzuführen und für die seelsorgerische Betreuung durch Mönche seines Klosters zu sorgen. Altenberg waren sechs Frauenklöster untergeordnet:

- Benden bei Brühl
- Mechtern/St. Apern in Köln
- Kentrup in Hamm
- Hoven/Marienborn bei Zülpich
- Wöltingerode bei Goslar
- St. Georgenbusch/St. Jöris bei Aachen

Seit der Mitte des 13. Jh. gründeten die Zisterzienser in ganz Europa Studienhäuser für die Ausbildung des Ordensnachwuchses. Die Ausweitung des Grundbesitzes machte es unmöglich, daß dieser nur von den zum Kloster gehörenden Konversen bewirtschaftet wurde. Etwa seit der Mitte des 14. Jahrhunderts sind in den Quellen auch weltliche Bedienstete nachgewiesen, die sich um den Ackerbau der Wirtschaftshöfe (Grangien), die Mühlenwirtschaft und die Fischteiche bemühten.



Krisen und Wiederaufbau

In der Mitte des 15. Jh. geriet die Abtei in wirtschaftliche Schwierigkeiten, die nicht zuletzt durch hohe Steuerschulden verursacht wurden. Eine Erweiterung des klösterlichen Besitzes fand nicht mehr statt, Altenberg mußte sich darauf beschränken, Vorhandenes zu bewahren.

Auch die Klosterzucht geriet in Unordnung. Die in der Regel Benedikts und in den Zisterzienserstatuten vorgegebene Askese lockerte sich, das Gebot der Armut wurde durch einige Mönche, die über persönliche Leibrenten verfügten, mißachtet. Damit wurde der Verfall der klösterlichen Disziplin und Geisteshaltung vorbereitet.

Um die Wende zum 16. Jh. unter den Äbten Arnold von Monnikendam (1467-1490) und Heinrich Rouffer von Brauweiler (1496-1517) besserte sich die klösterliche Disziplin wieder. Sparsame Wirtschaftsführung und eindringliche Anweisungen zu sittlicher Lebensführung beseitigten schließlich die Mißstände. Derart gefestigt trat Altenberg in das Zeitalter der Reformation ein und überstand diese im Gegensatz zu den meisten seiner Tochterklöster unbeschadet.

Doch die Auseinandersetzung der folgenden Jahrzehnte - zunächst der Kölner Krieg (1583-1589) um den Versuch des Kölner Erzbischofs, sein Kurfürstentum zu säkularisieren, dann der niederländische Freiheitskampf gegen Spanien und schließlich der Dreißigjährige Krieg (1618-1648) - bedingten den wirtschaftlichen Niedergang der Abtei in dieser Zeit.
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