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zisterzienser
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Im 11. Jh. fanden viele monastische und kirchenreformerische Bewegungen statt. In der Amtskirche kam es zu einer großen Auseinandersetzung, dem Investiturstreit. Diese entzündete sich an den Problemen der Ämterkäuflichkeit und der Priesterehe und endete in einem Ringen zwischen König und Papst um die Vorherrschaft einer der beiden Gewalten. Innerklösterliche Reformen führten im Mönchtum zu einer Rückbesinnung auf die Ideale des frühen monastischen Lebens. Vor diesem Hintergrund kommt es zur Gründung des Klosters Citeaux (Cistercium) bei Dijon, das dem Zisterzienserorden seinen Namen gab.

Gegenüber dem Benediktinermönchtum legte der Zisterzienserorden zahlreiche Neuerungen fest:

- der Verzicht auf Einkünfte aus Grundrechten und weitere Herrschaftsrechte
- die Verpflichtung der Mönche zur Handarbeit
- die Unterstützung bei der Bewirtschaftung des Landes durch Laienbrüder (Konversen)
- die Gründungen von Klöstern nur in abgelegenen Gebieten
- die Ablösung des schwarzen Ordenshabits durch das weiße Chorkleid und die graue Reisekukulle, die den Ordensangehörigen den Namen "graue Mönche" gab
  Mit der Festlegung des "ordo cisterciensis" wurde eine Ordenssatzung nach der Benediktiner-Regel festgelegt, die auch die einheitliche Verbreitung des Zisterzienserordens ermöglichte. Jede dieser Zisterzen war prinzipiell unabhängig von ihren Schwesterklöstern. Neugründungen, die "Tochterklöster", bildeten mit dem Mutterkloster einen Verband (Filiation), in dem der Abt des Mutterklosters über die Befolgung von Regel und Statuten zu wachen hatte.

Bernhard von Clairvaux widmete sich Zeit seines Lebens dem Wachstum des Ordens. Bis zu Bernhards Tod im Jahre 1153 hatte allein Clairvaux 69 Tochterklöster gegründet. Das in der Nähe der lothringischen Grenze gelegene Morimond bildete den wichtigsten Ausgangspunkt für die Gründungen auf deutschem Boden. Auch Altenberg (1133) und Kamp am Niederrhein (1123) trugen in den folgenden Jahrzehnten federführend an der Ausbreitung des Ordens nach Osten im mitteldeutschen und polnischen Raum bei.

  Das Gebot der Weltflucht sollte den Ordensbrüdern ein Leben ohne störende Einflüsse ermöglichen; deshalb wurden die Klöster möglichst in unzugänglichen Gebieten errichtet und hatten wirtschaftlich unabhängig zu sein. Im Idealfall war alles Lebensnotwendige innerhalb der Klostermauern vorhanden. Der Armutsgedanke fordert nicht nur die Armut jedes einzelnen Mönches, sondern auch des Klosters und der Kirche, die sich in der Schlichtheit der Räume, in einfachen Geräten für den Gottesdienst, im Fehlen von Türmen und bildlichen Darstellungen und in unverputzten, ungeschmückten Wänden ausdrückte. So entstand eine eigene zisterziensische Baukunst. Die einzelnen Konvente hatten ihre Klöster selbst zu bauen. Waren behelfsmäßige Klosterbauten errichtet - oder, wie im Falle von Altenberg durch die aufgegebene Burg, bereits vorhanden -, begannen die Mönche mit dem Bau der Kirche.

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