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Nordfenster
Kreuzgangscheiben
Marienkapelle
 

In der Wand der von Steinen-Kapelle befinden sich zwei Scheiben, die aus dem ehemaligen, 1815 zerstörten Kreuzgang des Klosters Altenberg stammen. Ursprünglich waren die Maueröffnungen des romanischen Kreuzganges nicht verglast. Um 1500 wurden letzte bauliche Maßnahmen am Kreuzgang vorgenommen und die Öffnungen, die spätgotische Maßwerkformen erhielten, für eine Verglasung vorgesehen.

Als der Kreuzgang 1815 dem Feuer in den Klostergebäuden zum Opfer fiel, befanden sich die Bildwerke nicht mehr in Altenberg. Sie waren im Zuge der Säkularisation verkauft worden. Ein Bestandsprotokoll von 1805 zählt noch 97 Scheiben, bei der Versteigerung 1824 waren nur noch 67 erhalten. Heute können noch 40 Fensterscheiben ausfindig gemacht werden: 18 im Kölner Museum Schnütgen, (6 Scheiben aus einer Schenkung der Sammlung Ludwig nach dem Tod von Irene Ludwig, Aachen), 18 in England (S. Mary's Church, Shrewsbury), 2 im New Yorker Metropolitan Museum und 2 im Altenberger Dom, die 1950 angekauft werden konnten. Verschollen sind Scheiben, deren Weg sich nach der Versteigerung nach Berlin, Königsberg und in die USA verfolgen ließ.

Die Fenster des Kreuzganges zeigten das Leben des hl. Bernhard nach der Biographie des Gaufrid von Auxerre. Eine der Altenberger Scheiben zeigt Bernhards Sterbelager am 20. August 1153 in Clairvaux, nach der Schilderung Gaufrids umgeben von trauernden Mitbrüdern, Äbten und Bischöfen. Die zweite Scheibe steht in Zusammenhang mit Bernhards Heilwundern bei der Rückkehr von dessen Kreuzpredigtreise. Vielleicht ist eine Episode in Lüttich gemeint, der Kniende wäre dann der Lütticher Bischof, der die Krankenheilung bezeugt.

Die Kreuzgangscheiben stammen aus einer Kölner Werkstatt um 1510-1530, die zum Teil der Kölner Malerschule, besonders dem Meister von St. Severin, nahesteht.

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