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Zu den ersten Gebäuden, die die Zisterzienser des Klosters Altenberg errichteten, dürften auch Wirtschaftsgebäude und ein Bauernhof gehört haben. Dieser Bauernhof, innerhalb der Klostermauern gelegen, diente der unmittelbaren wirtschaftlichen Versorgung des Klosters; hier waren die Naturalabgaben der benachbarten bergischen Pachtgüter des Klosters abzuliefern, zum Hof gehörten die innerhalb des Abteigeländes liegenden Wiesen und Gärten, die von Konversen (Laienbrüder) bewirtschaftet wurden.
Die Wirtschaftsgebäude und der Hof, heute als Küchenhof bezeichnet, erhielten Mitte des 18. Jahrhunderts ihre heutige Gestalt, als Abt Johannes Hoerdt von dem Brühler Maurermeister Gerhard Cadusch eine einheitliche Barockanlage des Küchenhofes und der an diesen angrenzenden Witschaftsgebäude unter Einbeziehung der Markuskapelle schuf.
Nach Auflösung des Klosters Altenberg fand auch der Küchenhofkomplex wechselnde neue Besitzer, bis er zunächst 1874 in die Hände des Grafen Max Wolff-Metternich zu Schloß Gracht und von diesem an die Familie des Prinzen Sayn-Wittgenstein-Berleburg kam, die den Küchenhof zu landwirtschaftlicher Nutzung verpachtete. Diese praktizierte Landwirtschaft wirkte jedoch innerhalb der Domumgebung zunehmend störend, zumal die 1856/57 errichtete Durchgangsstraße 1980 geschlossen wurde. Das Küchenhofgelände wurde zum Kauf angeboten.
Aus Sorge, daß etwas verlorengehen könnte, was Altenberg historisch, kulturell und religiös prägte, gründeten engagierte Christen aus dem Umkreis von Altenberg den Aktionskreis Altenberg e.V. mit dem Ziel, die Verantwortung für diese Stätte historisches Altenberg zu übernehmen. 1983 wurde mit dem Eigentümer der Liegenschaft ein Erbbaurechtsvertrag abgeschlossen; seither wurden die Gebäude zum Teil in Eigenleistung renoviert - zuletzt 1990 der jetzt als Veranstaltungsrsaum genutzte ehemalige Kuhstall - und beherbergen heute ein Gaststätte, eine Töpferei sowie eine Atelier-Werkstatt. Im Außenbereich wurde nach historischem Vorbild ein Kräutergarten angelegt.
Heute ist der Küchenhof ein Ort der Begegnung und der Gastfreundschaft sowie der Platz für Kunst und Musik mit Austellungen und Konzerten, ferner eine Stätte geistig-geistlicher Anregung durch Vorträge und Meditationen.
Der Pilgersaal des Küchenhofes ist von Mai bis September von 15 bis 17 Uhr geöffnet.
Öffnungszeiten der Gaststätte: Di bis So 11.00-22.00 Uhr
Tel. 0 21 74/ 4 14 13
Öffnungszeiten der Töpferei: Di bis So 10.00-18.00 Uhr
Tel. 0 21 74/ 4 93 40
Informationen über die Veranstaltungen des Aktionskreises erhalten Sie unter
Aktionskreis Altenberg e.V. - Forum zur Pflege zisterziensischer Tradition
Carl-Mosterts-Str. 1
51519 Odenthal-Altenberg
oder telefonisch unter 02174/ 6 19 54 sowie 45 86, Fax 02174/ 6 16 54
Weitere Informationen erhalten Sie in
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Winfried Pilz, Wo "labora" und "ora" zusammenklingen. Zukunft für den Altenberger Küchenhof, in: Rheinisch-Bergischer Kalender 1987, S. 144ff |
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Marie-Luise Mettlach, Mönche, Bauern und ein "verwegenes Projekt". Die Geschichte des Küchenhofes in Altenberg, In: Rheinisch-Bergischer Kalender 1998, S. 222ff |
Abb. Toreinfahrt zum Küchenhof mit Wappen des Abtes Johannes Hoerdt (1739-1779)
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Verschönerungs- und Kulturverein Altenberg e.V.
1962 gründete der damalige Domführer Eugen Heinen den Verkehrs- und Verschönerungsverein. Aufgabe des Vereins ist die Förderung des Fremdenverkehrs u.a. durch die Verschönerung des Ortsbildes und die Erhaltung der Naturdenkmäler.
Getragen wird der Verein maßgeblich durch die örtliche Gastronomie und die Gemeinde Odenthal. Die Mitglieder bemühen sich verstärkt um das Ortsbild von Altenberg, veranstalten aber auch Ausstellungen und Vorträge, in deren Zentrum der Ort Altenberg steht.
Am 8. April 2000 konnte nach monatelanger Restaurierung und Wiederherstellung der Beschilderung für Kulturdenkmäler und Flora durch den VKA der Kultur- und Waldlehrpfad Altenberg eröffnet werden.
Kontakte: Verschönerungs- und Kulturverein Altenberg e.V.
c/o Verkehrsamt der Gemeinde Odenthal
51519 Odenthal
Tel. 02202/ 71 01 01 |
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© 2010 Altenberger Dom-Verein e.V., Bergisch Gladbach
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