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  Am 13. August 1857 konnte der erste evangelische Gottesdienst im Altenberger Dom gefeiert werden. Eine eigene Pfarrei für die in der Bürgermeisterei Odenthal ansässigen evangelischen Christen gab es damals jedoch noch nicht. So waren die folgenden Jahre geprägt von der Frage, ob sie zu der Bergisch Gladbacher Kirchengemeinde oder zu der von Burscheid gehören sollten. Erhielt noch am 3. Juli 1857 ein Vertreter der evangelischen Kirchengemeinde Bergisch Gladbach den Schlüssel zum Altenberger Dom, so wurden die Evangelischen in Altenberg und Umgebung in den folgenden Jahren jedoch durch Pfarrer Hagenbeck von Schlebusch (heute ein Stadtteil von Leverkusen) mitbetreut.

Zunächst gab es seit März 1858 einen provisorischen Kirchenvorstand. Eigentlicher Wegbereiter des gemeinschaftlichen Pfarrverbandes Schlebusch-Altenberg war Pfarrer Adolf Weymann. Er erreichte, daß sich im September 1869 schließlich die Gemeinde Schlebusch-Altenberg konstituieren konnte, mit je einem eigenen Presbyterium, aber einem gemeinsamen Pfarrer. Durch die Zugehörigkeit zu Schlebusch war Altenberg der Synode Solingen angegliedert und gehörte somit zum Regierungsbezirk Düsseldorf.

Die große geographische Ausdehnung der Gemeinde Schlebusch-Altenberg erschwerte die Arbeit der Pfarrer sehr. Um der evangelischen Gemeinde in Altenberg ein Zentrum zu schaffen und auch den Pfarrern während ihrer Tätigkeit in Altenberg eine Unterkunft zu bieten, wurde bereits 1863 ein den Eheleuten Flormann gehörendes Gut angekauft, das 1869, nach der amtlichen Bestätigung des Pfarrsystems, in den Besitz der Altenberger Gemeinde überging. Erst 1959 wurde das Haus, in dessen oberer Etage ein Gemeindesaal eingerichtet wurde, während das Erdgeschoß als Gastwirtschaft diente, abgerissen. An seiner Stelle errichtete die Gemeinde 1960 - 1963 das Christophorushaus, das über 30 Jahre als Gemeinde- und Tagungshaus diente. Seit März 1994 hat die evangelische Kirchengemeinde (Pfarrbezirk Altenberger Dom) nun ihr Zentrum im neu erbauten Martin-Luther-Haus in Altenberg.

Als der zweite Weltkrieg begann, gehörten ca. 200 Christen zu der kleinen evangelischen Gemeinde, die sich durch Beschluß des Presbyteriums im November 1934 der Bekennenden Kirche angeschlossen hatte. Durch den Zuzug von Flüchtlingen und Heimatvertriebenen aus dem vorwiegend protestantischen Osten wuchsen die Gemeinden: in Schlebusch war ein Anstieg der evangelischen Christen von 2000 auf 6000 zu verzeichnen, in Altenberg wuchs die Gemeinde auf 800 Gemeindeglieder. Die Gemeindearbeit war durch einen einzigen Pfarrer nicht mehr zu bewältigen. So beschloß das Presbyterium die Lösung des Gemeindeverbundes. Altenberg beantragte die Einrichtung einer eigenständigen Gemeinde und gleichzeitige Angliederung an die Synode Köln zum 1. April 1950. Im Mai 1950 wurde dieser Antrag rückwirkend durch die Kirchenleitung und im November 1950 schließlich durch den Regierungspräsidenten von Köln genehmigt. Zur Kirchengemeinde Altenberg gehört seit 1997 als zweiter Pfarrbezirk Schildgen (Stadtteil von Bergisch Gladbach) mit der Andreaskirche. Beide Pfarrbezirke zählen heute ca. 6000 Gemeindeglieder.


Die Pfarrverweser/Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Altenberg:

bis 1857 Paul Schütz, Bergisch Gladbach
1857-1862 R.A. Hagenbeck, Schlebusch
1863-1869 A. Weymann, Schlebusch
1869-1870 K. Richard Frickenhaus, Schlebusch
1870-1872 F. W. Vorster, Schlebusch
1872-1897 Johannes Schwalfenberg, Schlebusch
1897-1898 Pfarrvakanz (Presbyteriumsvorsitz Pfarrer von Scheven)
1899-1936 Wilhelm Burckhardt, Schlebusch
1936-1950 Werner Horstmann, Schlebusch
ab 1947 Vertriebenenpfarrer Max Kühnert für Altenberg
ab April 1950   Kirchengemeinde Altenberg
1951 Dez. - 1953 April Vakanzverwaltung durch Dr. Dr. Helmut Hochstetter, Bergisch Gladbach
1953-1979 Gerhard Hage
1979-1995 Botho Kurth
1995-1996 Vakanzverwaltung durch Christoph Nötzel, Schildgen, unter Mitarbeit von Pastor i.S. Stephan Ziegenbalg, Altenberg
seit 1996 Claudia Posche
ab 1997 ev. Kirchengemeinde Altenberg/Schildgen


Die evangelische Kirchengemeinde Altenberg erreichen Sie

per Post Martin-Luther-Haus
Uferweg 1,
51519 Odenthal-Altenberg
per Telefon 02174 / 4282
per Fax 02174 / 49125
via Internet www.altenberg-dom.de
per eMail ev-kirchengemeinde@altenberg-dom.de


Gottesdienste im Altenberger Dom
jeden Sonn- und Feiertag 9.00 Uhr
sonntags von Mai bis Oktober Vespergottesdienst/geistliche Musik 14.30 Uhr

Kostenlose Führungen durch den Altenberger Dom werden angeboten Sa 11.00 Uhr (März bis Oktober) und So 13.00 Uhr und 15.30 Uhr, Treffpunkt ist vor dem Domportal. Weitere kostenlose Führungen können vereinbart werden unter Tel. 02174/ 42 82.

Weitere Führungen durch den Altenberger Dom (ebenfalls kostenlos) können vereinbart werden unter Tel. 02174 /6497982. (Dienstag und Donnerstag 10:00 – 12:30 Uhr).
Weitere Informationen: www.domfuehrungen.altenberg-dom.de


Informationen über die evangelische Kirchengemeinde erhalten Sie in

- 100 Jahre evangelischer Gottesdienst im Altenberger Dom, hg. v. Gerhard Hage, Altenberg 1957 (zu beziehen über den Altenberger Dom-Verein, Tel. 02202/ 3 00 08)
- Altenberg 1847-1857-1997, Festschrift zum Ökumenischen Gemeindefest der evangelischen und katholischen Kirchengemeinde Altenberg, 1997 (zu beziehen über die kath. Kirchengemeinde Altenberg, Tel 02174/ 45 33)
- Altenberger Blätter. Beiträge aus der Vergangenheit und Gegenwart Altenbergs, Heft 7, 2000 (zu beziehen über den Altenberger Dom-Verein und die kath. Kirchengemeinde)
- www.altenberg-dom.de
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© 2012 Altenberger Dom-Verein e.V., Bergisch Gladbach
 
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