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Jerusalem
Aufgrund der biographischen Daten des Stifters (1397 Gefangennahme und hohe Lösegeldzahlungen, 1405 durch den Sohn Adolf erzwungene defacto-Abdankung) liegt eine Datierung vor 1397 nahe. Stilistisch schließt sich das Fenster dem sogenannten "Weichen Stil" um 1400 an. Eigenartigerweise deutet nichts auf eine Herkunft aus einer Werkstatt im nahen Köln, ja selbst aus dem Rheinland hin. Das Fenster steht eher in der Nachfolge des franko-flämischen Hofstils des ausgehenden 14. Jh., der über fast ganz Westeuropa ausstrahlte. Es könnte am ehesten von einem südniederländischen Künstler entworfen oder sogar von einer dortigen Werkstatt ausgeführt worden sein (vgl. die Glasmalereien in St. Martin in Hal bei Brüssel).

Die herzogliche Stiftung wäre dann ein Zeugnis der internationalen Verflechtungen der Kunst um 1400 und eher ein Werk der höfischen als der lokal-bodenständigen Kunst. Immerhin war das Herzogtum Jülich-Berg mit der Grafschaft Ravensberg eines der größten Territorien zwischen Niederhein und Maas, und die Erhebung Wilhelms von Jülich-Berg in den Herzogenstand 1380 stellte eine beträchtliche politische Rangerhöhung dar.
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