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Das monumentale, 18x8 m messende Westfenster ist Abschluss und Höhepunkt der Glasmalereien in der Zisterzienserkirche Altenberg. Mit seiner Fertigstellung zu Beginn des 15. Jahrhunderts war nach fast 150 Jahren Bauzeit die gotische Abteikirche endlich vollendet.

Das Fenster ist in acht Bahnen unterteilt, das Maßwerk setzt sich aus Drei- und Vierpässen zusammen. Die Glasmalerei zeigt in zwei Reihen jeweils acht Heiligenfiguren, die einzeln unter hohen Baldachinen stehen. Jede Fensterbahn wird von einem Dreipaß abgeschlossen, der je einen mit Fiedel, Laute, Portativ bzw. Dudelsack spielenden Engel zeigt. Je zwei Bahnen werden von einem Vierpaß zusammengefasst; hier finden sich die vier Kirchenväter Gregor, Hieronymus, Augustinus und Ambrosius. Im Zentrum des Couronnements steht der große Christuskopf, umgeben von vier Engeln mit Leidenswerkzeugen.

Alle Figuren sind in weißem Glas ausgeführt; Harre und Gewandborten wurden in Silbergold mit dem Pinsel aufgetragen. Den kräftigsten Farbakzent tragen die Architekturgehäuse aus strahlend goldgelbem, in der Masse gefärbtem Glas. Kleine Buntglasflächen beleben den farblichen Zweiklang von Gold und Silber.

In der Qualität der Ausführung und dem hohen Anteil an mittelalterlichem Originalbestand nimmt das Altenberger Westfenster einen besonderen Rang in der spätgotischen Glasmalerei des Niederrheins ein. Es zeugt von der allmählichen Abkehr der zisterziensischen Glasmalerei von der strengen Regel des Figurenverbotes. Mit den Grisaillen im Chor (um 1270) und des Nordfensters (um 1300) sowie der Farbigkeit des Westfenster macht Altenberg diese Entwicklung anschaulich.
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